„Hell is far more convincing than heaven”1 – Michelle Pavers Wakenhyrst (2019) als feministischer folk horror

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.54717/kidsmedia.13.1.2023.2

Schlagworte:

folk horror, Wakenhyrst, Feminismus, Frauenfeindlichkeit

Abstract

Folk horror kennt seit einigen Jahren in verschiedenen Medienformaten eine erneute Blüte. Auch wenn folk horror wegen seines Fokus auf Heidnisches und oftmals blutige Opfer sich eher an ein erwachsenes Publikum richtet, finden sich immer auch Bearbeitungen, die an Jugendliche adressiert sind. In dem Zusammenhang schlage ich eine Lesart von Michelle Pavers Roman Wakenhyrst (2019) als Versuch einer feministischen Weiterschreibung von folk horror vor. Im Zentrum steht mit Maud Stearne eine Jugendliche, die sich gegen ihren Vater und seinen Wahn behaupten muss, was ihr auch gelingt, indem sie Schlimmeres verhindern kann und sie danach im Herrenhaus für sich allein weiterleben kann. So gesehen, weist der Roman feministische Elemente auf, zugleich ist Maud Stearne aber einsam und ein erfülltes Leben mit Ausbildung und Berufstätigkeit bleibt ihr verwehrt. In Anbetracht des Umstands, dass folk horror auf Traumata der Vergangenheit, darunter auch Frauenfeindlichkeit zielt, überrascht es wenig, wenn das Projekt einer feministischen Umformung nicht so richtig funktionieren will.

Downloads

Veröffentlicht

2023-09-30

Zitationsvorschlag

Fehlmann, M. (2023). „Hell is far more convincing than heaven”1 – Michelle Pavers Wakenhyrst (2019) als feministischer folk horror. kids+media : Zeitschrift für Kinder- Und Jugendmedienforschung, 13(1). https://doi.org/10.54717/kidsmedia.13.1.2023.2

Ausgabe

Rubrik

Artikel