Afrikabilder in Kinder- und Jugendmedien: Das Beispiel der „Hottentotten“ und „Buschmänner“ (Khoisan)

Roger Meyer

Zusammenfassung

Das Bild, das die westlichen Medien heute von Afrika und afrikanischen Menschen zeichnen, ist immer noch geprägt von Exotismus einerseits und Rückständigkeit und Armut andererseits. Auch an Kinder und Jugendliche adressierte Medien wie Bilderbücher, Jugendbücher, Sachbücher oder Filme zeichnen von der Aufklärung bis in die Gegenwart oft ein konstruiertes „Afrika-Bild“, welches mit Stereotypisierungen durchsetzt ist. Bei dem Versuch verschiedene Repräsentationen indigener Bevölkerung des südlichen Afrika zu analysieren und historisch zu erklären, wird auf den Machtaspekt europäischer Repräsentationsweisen fokussiert, um tradierte Afrikabilder zu hinterfragen.

Der Beitrag widmet sich der Darstellung der Khoisan-Bevölkerungsgruppen in Kinder- und Jugendmedien im Laufe der Zeit. Die Khoikhoi, früher abwertend als „Hottentotten“ bezeichnet, und die San, die bis heute diskriminierend „Buschmänner“ genannt werden, sind dabei seit Peter Kolbs Reisebericht von 1709 ein wiederkehrendes Motiv.

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