Männlichkeiten

Editorial

Die Frage danach, wie Geschlechterrollen in literarischen Werken und Medienprodukten narrativ konstruiert werden, ist auch in Bezug auf Kinder- und Jugendmedien von grosser Bedeutung. Der Konstruktion und Darstellung jugendlicher „Männlichkeit“ widmen sich deshalb die Beiträge der aktuellen Ausgabe von kids+media.

Der erste Beitrag untersucht anhand von zwei zeitgenössischen Adoleszenzromanen, wie „Männlichkeit“ mithilfe von sozialen, interaktiven und psychologischen Prozessen gestaltet wird und welche „Männlichkeitsbilder“ dadurch entstehen. Die ungeschönte Darstellung des deformierten männlichen Körpers in realistischen Jugendromanen steht im Zentrum des zweiten Artikels. Der dritte Text fokussiert die Figur des männlichen Lesers in fantastischen Kinder- und Jugendmedien im Spannungsfeld von Kulturkritik und Medieneuphorie, und mit dem Wandel der männlichen Hauptfigur in der Hörspielserie TKKG setzt sich der vierte Beitrag auseinander.

Deutlich zeigt sich, wie die Debatte um neue Männlichkeit in Kinder- und Jugendmedien ihren Niederschlag gefunden hat!

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern erholsame Feiertage und einen guten Jahreswechsel. Die nächste Nummer wird im Juni 2015 erscheinen und sich dem Thema „Werwolf“ widmen.

Die Herausgeberinnen

Ingrid Tomkowiak, Meret Fehlmann und Dana Frei

Inhalt

Indianer in der Pampa: Wann ist ein Mann ein Mann?

Ines Galling

Zusammenfassung

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„Die Zukunft besteht nur aus Alter, Krankheiten und Schmerzen.”
Der deformierte, männliche Körper im realistischen Jugendroman

Peter Rinnerthaler

Zusammenfassung

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Der grosse Leser: Männlichkeit, Macht und Leseschwäche in fantastischen Kinder- und Jugendmedien der Gegenwart

Christine Lötscher

Zusammenfassung

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Abschied vom Macho: TKKG-Tim im Wandel

Michael Weber

Zusammenfassung

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